Mein liebster veganer Kartoffelsalat

Es gibt Gerichte, die begleiten einen ein Leben lang. Für mich gehört Kartoffelsalat ganz eindeutig dazu. Schon als Kind war es immer ein Highlight, wenn meine Mutter ihren klassischen Kartoffelsalat zubereitet hat.

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Veganer Kartoffelsalat mit cremigem Dressing, Räuchertofu, Champignons und frischen Kräutern – klassisches Rezept als pflanzliche Beilage.

Warum Kartoffelsalat für mich mehr ist als nur ein Beilagenrezept

Er gehörte zu jeder Grillparty, zu jedem Familienfest und zu jedem Sommerbuffet dazu. Ich habe den Geschmack geliebt – cremig, würzig, leicht säuerlich – Gewürzgurken ole.

Doch irgendwann kam der Punkt, an dem ich mich entschieden habe, mich pflanzlich zu ernähren. Und plötzlich gehörte dieser Salat nicht mehr selbstverständlich dazu. Die klassische Variante enthielt Eier, Schinken und reichlich eihaltige Mayonnaise – alles Zutaten, die heute für mich nicht mehr infrage kommen. Also ist der Kartoffelsalat zunächst in Vergessenheit geraten.

Bis ich irgendwann beschlossen habe, ihn wieder zurückzuholen – nur eben auf meine Art. Pflanzlich, ohne Kompromisse und genauso lecker wie früher. Vielleicht sogar besser. Seitdem gehört dieser vegane Kartoffelsalat zu meinen absoluten Lieblingsrezepten und ist das Gericht, das ich am häufigsten zu Feiern, Grillabenden oder Picknicks mitbringe. Und fast jedes Mal kommt die gleiche Frage: „Kannst du uns bitte das Rezept schicken?“ – hier ist es nun endlich in seiner besten Version.

Warum dieser vegane Kartoffelsalat so besonders ist

Kartoffelsalat ist nicht gleich Kartoffelsalat. Jede Familie, jede Region und jede Generation hat ihre ganz eigene Version. Manche mögen ihn mit Brühe und Essig, andere cremig mit Mayonnaise. Für mich vereint mein Rezept das Beste aus beiden Welten: Es ist cremig, aromatisch, leicht und frisch zugleich – und das alles natürlich 100 % pflanzlich.

Was ihn außerdem besonders macht:

  • Er schmeckt wie früher – nur ohne tierische Zutaten.
  • Er lässt sich perfekt vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser.
  • Er ist vielseitig kombinierbar – als Beilage zu Grillgemüse, mit Brot oder einfach pur.
  • Er ist gelingsicher – ganz ohne komplizierte Schritte oder seltene Zutaten.

Besonders wichtig ist mir bei diesem Rezept der Geschmack. Er soll nicht einfach „auch ganz gut“ sein, sondern genauso klassisch schmecken wie das Original. Und das funktioniert – mit ein paar cleveren Tricks und pflanzlichen Alternativen.

Tipps & Tricks für den perfekten Geschmack

Pellkartoffeln statt Salzkartoffeln

Für Kartoffelsalat verwende ich immer Pellkartoffeln. Sie werden mit Schale gekocht, was nicht nur dafür sorgt, dass mehr Nährstoffe erhalten bleiben, sondern auch einen intensiveren Geschmack erzeugt. Außerdem behalten sie ihre Form besser und zerfallen nicht beim Mischen.

Zeit ist der Schlüssel

Kartoffelsalat braucht Zeit zum Durchziehen. Wenn möglich, bereite ihn einen Tag vorher zu. Dann können sich alle Aromen perfekt verbinden, und der Geschmack wird deutlich runder und intensiver.

Kala Namak – der Gamechanger

Was mir an der klassischen Variante meiner Mutter immer besonders gefallen hat, war der Geschmack von gekochtem Ei. Den kann ich natürlich nicht 1:1 imitieren – aber mit Kala Namak, einem schwarzen Schwefelsalz, kommt man sehr nah dran. Es verleiht dem Salat eine authentische, leicht schwefelige Note, die sofort an Ei erinnert. Wichtig: Wirklich nur eine kleine Prise verwenden, das Salz ist sehr intensiv.

Gurkenwasser für mehr Tiefe

Ein Geheimtipp, der viel zu oft vergessen wird: Ein kleiner Schuss Gewürzgurkenwasser im Dressing. Es verstärkt nicht nur die Aromen, sondern bringt auch eine feine Süße und leichte Säure ins Spiel. Besonders gut funktioniert das, wenn du süß-saure Gewürzgurken verwendest – idealerweise sogar mit Agavendicksaft gesüßt.

Zutaten für meinen liebsten veganen Kartoffelsalat

Für etwa 4–5 Portionen benötigst du:

  • 4–5 festkochende Kartoffeln
  • 175 g Räuchertofu
  • 3–4 mittelgroße Gewürzgurken
  • 4–5 Frühlingszwiebeln
  • 3–4 kleine Tomaten (z. B. Cherrytomaten)
  • 4–5 braune Champignons
  • ½ rote Paprika

Für das Dressing:

  • 2 EL pflanzliche Mayonnaise
  • 2 EL pflanzliche Salatmayo
  • 3–4 EL Pflanzenöl (z. B. Sonnenblumenöl)
  • 3–4 EL Kräuteressig
  • etwas Pfeffer
  • etwas Kala Namak
  • 2–3 EL Gurkenwasser

Außerdem:

  • eine Handvoll frischer Dill
  • eine Handvoll glatte Petersilie

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gelingt der beste vegane Kartoffelsalat

Schritt 1: Kartoffeln vorbereiten

Die Kartoffeln gründlich waschen und mit der Schale in einem großen Topf gar kochen. Je nach Größe dauert das etwa 20–25 Minuten. Nach dem Kochen vollständig abkühlen lassen – idealerweise über Nacht. Dann schälen und in Scheiben oder Würfel schneiden.

Schritt 2: Gemüse vorbereiten

Paprika und Tomaten würfeln. Frühlingszwiebeln und Gewürzgurken in feine Scheiben schneiden. Alles zusammen in eine große Salatschüssel geben.

Schritt 3: Räuchertofu & Champignons hinzufügen

Den Räuchertofu in kleine Würfel schneiden. Die Champignons vierteln oder achteln und in einer Pfanne mit etwas Öl goldbraun anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, kurz abkühlen lassen und ebenfalls in die Schüssel geben.

Schritt 4: Dressing anrühren

In einer kleinen Schüssel die pflanzliche Mayonnaise mit Salatmayo, Öl, Essig, Pfeffer und Kala Namak glatt rühren. Nun 2–3 Esslöffel Gurkenwasser dazugeben und nochmals gut verrühren. Das Dressing sollte cremig, aber nicht zu dickflüssig sein.

Schritt 5: Salat zusammenstellen

Die geschnittenen Kartoffeln vorsichtig zu den anderen Zutaten geben und alles gut miteinander vermengen. Nun das Dressing darüber gießen und erneut vorsichtig unterheben, damit die Kartoffeln nicht zerfallen.

Schritt 6: Kräuter & Feinschliff

Zum Schluss frischen Dill und Petersilie hacken und großzügig über den Salat streuen. Wer mag, kann auch noch ein paar Tropfen Zitronensaft hinzufügen, um die Aromen abzurunden.

Extra-Tipps für mehr Geschmack und Abwechslung

Zeit zum Durchziehen lassen

Wie bei vielen Klassikern gilt auch hier: Am nächsten Tag schmeckt er noch besser. Stell den Salat abgedeckt in den Kühlschrank und lass ihn mindestens 12 Stunden ziehen. So intensiviert sich der Geschmack, und die Konsistenz wird noch cremiger.

Variationen

  • Mit Apfel: Für eine fruchtige Note passt ein fein gewürfelter Apfel hervorragend.
  • Mit Senf: Wer es würziger mag, kann einen Teelöffel mittelscharfen Senf ins Dressing geben.
  • Mit Brühe: Eine leichte Version entsteht, wenn man einen Teil der Mayo durch Gemüsebrühe ersetzt. Dazu habe ich auch noch ein extra Rezept hier auf meinem Blog.

Lagerung

Im Kühlschrank hält sich der Kartoffelsalat problemlos zwei bis drei Tage. Perfekt also zum Vorbereiten für Grillabende oder als Meal Prep für die Woche.

Warum dieser Kartoffelsalat mehr ist als nur eine Beilage

Ein guter Kartoffelsalat ist viel mehr als eine einfache Beilage. Er ist Erinnerungen an Kindheit, Sommerabende, Picknicks und Grillpartys. Er ist Soulfood pur – und zeigt gleichzeitig, wie einfach sich traditionelle Gerichte pflanzlich neu interpretieren lassen.

Mit diesem Rezept beweist du nicht nur, dass veganer Kartoffelsalat genauso lecker sein kann wie das Original, sondern oft sogar noch besser schmeckt. Die Kombination aus cremigem Dressing, herzhaftem Tofu, aromatischem Gemüse und frischen Kräutern ist einfach unschlagbar.

Fazit: Mein liebster veganer Kartoffelsalat – klassisch, einfach, köstlich

Dieser Kartoffelsalat ist für mich ein Stück Zuhause, neu interpretiert und an meine heutige Ernährung angepasst. Er schmeckt vertraut und gleichzeitig frisch, ist sättigend und leicht zugleich. Ob als Beilage zum Grillen, als Hauptgericht mit einem Stück Brot oder einfach pur – er passt zu fast jeder Gelegenheit.

Besonders schön: Er überzeugt nicht nur Veganer*innen, sondern auch alle anderen am Tisch. Selbst Menschen, die normalerweise nicht auf tierische Produkte verzichten, merken bei diesem Salat keinen Unterschied. Und genau das ist das Ziel: zu zeigen, wie unkompliziert und genussvoll pflanzliche Küche sein kann.

Probier ihn unbedingt aus – vielleicht wird er ja auch dein neuer Lieblings-Kartoffelsalat.

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