Burrata

Das hätte selbst ich nicht für möglich gehalten , dass ich in meinem Leben nochmal einen Burrata esse und zwar ganz ohne Tierleid. Zwar habe ich Euch vor einigen Wochen schon den weltbesten Mozzarella http://theveganloversclub.com/cashew-mozzarella vorgestellt aber das man daraus auch einen Burrata machen kann, dass kam mir erst vor einigen Tagen als ich mal wieder bei einer Social Media Plattform die Inspiration dazu fand.

Ich habe also nicht lange gewartet und mein Rezept ausprobiert und was soll ich sagen Mamma Mia! es ist wirklich gelungen, ich hatte es mir nicht besser ausgemalt.

Der Zeitaufwand klingt mit 2 Tagen Vorbereitungszeit (keine Angst keine ganzen zwei Tage) zwar recht hoch , aber der tatsächliche Arbeitsaufwand ist gering und Leute ich sage Euch es lohnt sich.

Hier ist Eure Einkaufsliste:

Anmerkung der Fehlerteufel hat sich eingeschlichen Ihr braucht 500 Gr Pflanzenjoghurt, in der Zutatenliste fehlt leider die Mengenangabe, dass tut mir leid.

Ihr braucht ausserdem noch : einen leistungsstarken Standmixer , Gummibänder zum verschliessen und Frischhaltefolie ( leider ist mir das Rezept im Mulltuch nicht gelungen, aber ich feile daran, dass man keinen Plastikabfall hat und dann aktualisiere ich es für Euch).

Tag 1 … Ihr solltet nun alle Zutaten besorgt haben und somit können wir beginnen. Zuerst weicht Eure Cashews mit der Hälfte des Wassers ein (die andere Hälfte braucht Ihr erst an Tag 2 also vielleicht einfach so abmessen das nichts rumsteht) , sollte das nicht reichen bitte etwas mehr dazu geben, die Cashews sollten komplett unter Wasser sein und mit dem Wasserspiegel abschliessen. Je nachdem was Ihr für eine Packung erwischt habt und was Ihr für einen Mixer habt, könnt Ihr die Cashews bereits nach 3 – 4 Stunden in den Mixer geben inkl. Wasser oder aber Ihr müsst sie über Nacht einweichen. Die Cashews sollten zu diesem Zeitpunkt richtig vollgesogen sein mit Wasser, die werden richtig dick. Das ist ganz wichtig, da Ihr sonst harte Körnchen im Käse habt und das braucht ja niemand.

Jetzt könnt Ihr schon mal eine kräftige Runde mixen , solange bis Ihr eine schöne cremige helle Sauce habt, keine Stückchen mehr , sondern richtig schön glatt. Dann gebt Ihr das Salz und die Hefeflocken , sowie den Joghurt dazu und schmeisst den Mixer nochmal auf volle Power für paar Sekunden. Wichtig ist wirklich , dass alles schön fein ist. Das ganze lasst Ihr dann für 24 Std. abgedeckt bei Zimmertemperatur „reifen“.

Tag 2 … Riecht mal an Eurer Masse, es dürfte Euch ein fein säuerlicher Geruch in die Nase steigen, dann habt Ihr bisher alles richtig gemacht. Gebt nun die Topiakastärke dazu und mixt das ganz nochmal kräftig durch. Nun könnt Ihr die andere Hälfte des Wassers verwenden um Euer Agar Agar aufzukochen (bitte laut Packungsanleitung) , die Herdplatte etwas runter stellen und Eure Cashewmasse dazu geben und mit einem Schneebesen anfangen zu rühren.

Ihr müsst nun solange rühren, wie Ihr die Masse aufkocht, dass dauert leider einen guten Moment und kann unter Umständen echt anstrengend werden, denn es dauert bis die Masse zäh wird und wenn Ihr einmal zu wenig gerührt habt , dann ist Euch das ganze schon angebrannt so schnell könnt Ihr garnicht kucken ;-). Das ganze kann schon so 20 – 30 Minuten dauern, eh die Masse fertig ist. Fertig ist sie dann wenn sie richtig zieht und im Topf nicht mehr so schnell zerfliesst. Herdplatte ausmachen und den Topf 1 Minute beiseite stellen.

Jetzt mischt Ihr Euren Frischkäse mit der Crème Fraîche in einer kleinen Schüssel und legt in einer etwas größeren Schüssel ich würde sagen so ca. 20 CM Durchmesser , so eine normale Suppen oder Dessertschale eine etwas dickere Schicht Frischhalte Folie aus. Die Folie muss über den Rand gehen, so das Ihr später daraus einen Sack machen könnt.

Füllt dann mit einem Esslöffel soviel Cashewmasse in die Schwüssel , dass der Boden gut bedeckt ist und Ihr die Ränder der Schüssel (siehe Bild oben) gut auskleiden könnt, Ihr solltet quasi einmal die Schüsselform mit der Masse nachgemacht haben.

Jetzt füllt Ihr 2-3 El je nachdem wie es Euch am liebsten ist von Eurer Frischkäse – Crème Fraîche Füllung in die Mitte der Schüssel und fangt an die Folie von allen Seiten abzunehmen und das ganze zu einem Sack zu formen. Einmal richtig zudrehen und mit einem Gummiband verschliessen.

Das ganze ist ja noch „warm“ also verbrennt Euch bitte nicht die Hände. Die Folie sollte mehrere Lagen haben falls irgendwo Löcher sind. Das wiederholt Ihr nun bis Ihr alles an Masse verbraucht habt, je nach Schüsselgröße kommen ca. 3 Burrata dabei raus. Diese lasst Ihr abkühlen und stellt sie erst dann über Nacht in den Kühlschrank.

Tag 3 … Jetzt habt Ihr es geschafft. Euer Burrata müsste nun fertig sein. öffnet vorsichtig den Sack und entfernt die Folie, Achtung es kann sein das sich der Burrata nicht überall geschlossen hat und da er sehr weich ist , empfehle ich Euch ihn gleich auf der finalen Unterlage zu öffnen und die Folie dann dort zu entfernen.

Am liebsten schmeckt mir Burrata eigentlich wie eine klassische Caprese mit Olivenöl , Meersalz , Pfeffer , Cherrytomaten und Basilikum. Auf dem Bild seht Ihr ausserdem noch eingelegte getrocknete Tomaten , die hatte ich noch übrig. 😉 Ich kann mir den Burrata auch auf einem gegrillten Toast oder ähnlichem vorstellen.

Ich finde es richtig toll, was man heute in der pflanzlichen Küche alles machen kann und ich hoffe das Ihr mein Rezept mal ausprobiert auch wenn es auf den ersten Anschein etwas aufwendiger ist , es lohnt sich, glaubt mir. Alles Liebe Eure Trish.

About

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.