Vegane Lasagne gehört zu den Gerichten, die sofort Vertrautheit auslösen. Sie steht für gemütliche Abende, große Auflaufformen in der Mitte des Tisches und dieses besondere Gefühl, wenn sich Sauce, Pasta und eine cremige Schicht miteinander verbinden. Dieses Rezept für vegane Lasagne orientiert sich klar am italienischen Original, setzt aber vollständig auf pflanzliche Zutaten und eine aromatische, langsam gekochte Gemüsebolognese.
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Gerade zuhause ist eine vegane Lasagne ein dankbares Gericht. Sie lässt sich gut vorbereiten, ist ideal für mehrere Portionen und schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch besser. Durch das lange Einkochen der Sauce entsteht Tiefe, ohne dass Ersatzprodukte nötig sind. Kräuterseitlinge, Wurzelgemüse und Rotwein sorgen für Struktur, Umami und eine kräftige Basis, die auch ohne Fleisch überzeugt.
Sie funktioniert als Hauptgericht, für Familienessen oder als Meal-Prep für mehrere Tage. Wer Lasagne liebt, wird sich hier sofort zuhause fühlen.
Mehrwert & Hintergrund
Der Schlüssel zu einer guten veganen Lasagne liegt in der Sauce. Statt auf Sojahack oder Fertigprodukte zu setzen, entsteht die Bolognese hier ausschließlich aus Gemüse. Kräuterseitlinge bringen Biss und eine fleischähnliche Textur, während Karotten, Sellerie und Lauch für Süße, Tiefe und Balance sorgen. Durch das grobe Raspeln eines Teils des Gemüses verbindet sich alles besonders gut und ergibt eine dichte, sämige Konsistenz.
Ein weiterer wichtiger Punkt bei veganer Lasagne ist Zeit. Die Sauce sollte nicht nur kurz köcheln, sondern mehrere Stunden sanft einkochen. Dadurch verdampft überschüssige Flüssigkeit, die Aromen konzentrieren sich und das Ergebnis schmeckt rund und voll. Gerade bei pflanzlichen Gerichten ersetzt Zeit oft das, was sonst durch tierische Zutaten erreicht wird.
Auch beim Schichten zahlt sich Sorgfalt aus. Lasagneplatten, Sauce und pflanzliche Crème Fraîche sollten sich gleichmäßig abwechseln, damit die vegane Lasagne später stabil bleibt und sich gut schneiden lässt. Der Käse kommt bewusst erst am Ende und wird teilweise mit Fett vermischt, damit er schmilzt und gleichzeitig eine goldene Oberfläche bekommt.
Diese vegane Lasagne ist kein schnelles Feierabendgericht, sondern ein Rezept, das man bewusst kocht.
Portionen & Zeitangaben
Portionen: 4–6 Portionen
Vorbereitungszeit: ca. 40 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 3 Stunden
Backzeit: ca. 45 Minuten
Gesamtzeit: ca. 4 Stunden 25 Minuten
Zutatenliste
Für die Gemüsebolognese
350 g Kräuterseitlinge
160 g Lauch
190 g Karotten
190 g Knollensellerie
80 g Stangensellerie
130 g rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
400 g Tomaten in Stücken (Dose)
300 ml passierte Tomaten
500 ml trockener Rotwein
2 EL Gemüsebrühepulver
1 EL Oregano, getrocknet
1 TL Thymian, getrocknet
1 EL Bohnenkraut, getrocknet
1 TL Majoran, getrocknet
Etwas Rosmarin, getrocknet
2 Lorbeerblätter
Salz
Pfeffer
Olivenöl zum Anbraten
Außerdem
300 g pflanzliche Crème Fraîche
200–220 g pflanzlicher Käse zum Überbacken
Lasagneplatten nach Bedarf
Etwas Olivenöl
Zubereitung Schritt für Schritt
Gemüse vorbereiten
Das gesamte Gemüse putzen oder schälen. Kräuterseitlinge, Karotten und Knollensellerie grob raspeln oder fein würfeln. Lauch, Stangensellerie und Zwiebel klein würfeln. Knoblauch schälen und bereithalten.
Basis anbraten
In einem großen Topf etwas Olivenöl erhitzen. Die Kräuterseitlinge mit etwas Salz bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten anbraten, bis sie Wasser verlieren und leicht bräunen. Pfeffern, dann Zwiebeln hinzufügen und glasig braten. Den Knoblauch dazupressen und kurz mitbraten.
Gemüse und Röstaromen
Das restliche Gemüse in den Topf geben und alles etwa 10 Minuten anbraten. Es darf sich ein leichter Ansatz am Boden bilden, dieser sorgt später für Tiefe. Darauf achten, dass nichts verbrennt.
Ablöschen und einkochen
Mit dem Rotwein ablöschen und einige Minuten köcheln lassen, bis sich der Ansatz löst. Tomatenstücke und passierte Tomaten hinzufügen, gut verrühren und kurz aufkochen lassen.
Würzen und Zeit geben
Alle getrockneten Gewürze, Lorbeerblätter sowie Salz und Pfeffer einrühren. Die Sauce abgedeckt bei niedriger Hitze etwa 3 Stunden sanft einkochen. Zwischendurch umrühren. Die vegane Lasagne lebt von dieser langen Kochzeit.
Backofen vorbereiten
Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine große Auflaufform leicht einfetten.
Vegane Lasagne schichten
Zuerst eine Schicht Lasagneplatten in die Form legen. Darauf Gemüsebolognese verteilen, dann etwas pflanzliche Crème Fraîche. Diesen Vorgang wiederholen, bis die Sauce aufgebraucht ist. Die letzte Schicht besteht aus Bolognese, Crème Fraîche und Käse.
Tipp: Etwa 80 Prozent des pflanzlichen Käses mit der Crème Fraîche mischen und auf die Sauce geben. Den restlichen Käse mit etwas Olivenöl vermengen und ganz oben verteilen. So schmilzt der Käse besser und wird dennoch goldbraun.
Backen
Die vegane Lasagne bei 200 Grad etwa 35 Minuten backen. Anschließend, wenn möglich, weitere 10 Minuten bei 230 Grad Grillfunktion goldbraun überbacken. Vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen lassen.
Zusätzliche Tipps
Die Sauce lieber zu dick als zu flüssig kochen, damit die vegane Lasagne stabil bleibt.
Lasagneplatten müssen nicht vorgekocht werden, wenn genug Sauce verwendet wird.
Die Ruhezeit nach dem Backen ist wichtig, damit sich die Schichten setzen.
Am nächsten Tag schmeckt vegane Lasagne oft noch intensiver.
Variationen & Serviervorschläge
Mit Spinat oder Mangold zwischen den Schichten für mehr Grün.
Mit Pilzmischung statt nur Kräuterseitlingen.
Mit veganer Béchamelsauce statt Crème Fraîche.
Mit Chili oder geräuchertem Paprikapulver für mehr Tiefe.
Serviert mit grünem Salat und einfachem Essig-Öl-Dressing.

Aufbewahrung / Meal Prep
Vegane Lasagne hält sich im Kühlschrank gut verschlossen 3–4 Tage.
Sie lässt sich portionsweise einfrieren und bei 180 Grad im Ofen wieder aufwärmen.
Beim Aufwärmen etwas Wasser oder Tomatensauce zugeben, damit sie saftig bleibt.
Fazit
Vegane Lasagne ist ein zeitloser Klassiker, der auch rein pflanzlich voll überzeugt. Mit einer langsam gekochten Gemüsebolognese entsteht ein Gericht, das Tiefe, Struktur und Vertrautheit verbindet. Weitere vegane Rezepte findest du hier auf dem Blog.
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