Tomatensauce selber machen ist wirklich kein Hexenwerk. Diese einfache Marinara Sauce aus frischen Tomaten gehört für mich zu den absoluten Basic Rezepten, die man immer gebrauchen kann. Und geschmacklich macht es einen riesigen Unterschied, ob man einfach eine fertige Sauce aus dem Glas aufmacht oder frische Tomaten zusammen mit Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern ganz langsam einkochen lässt.
Ich verwende meine Marinara Sauce für Pasta, Pizza und eigentlich überall dort, wo eine richtig schöne aromatische Tomatensauce gebraucht wird. Das Geheimnis ist dabei weniger eine besondere Zutat als vielmehr: Zeit.
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Einfache Marinara Sauce aus frischen Tomaten
Für meine Marinara Sauce verwende ich frische, möglichst aromatische Tomaten. Gerade wenn Tomaten Saison haben und wirklich nach etwas schmecken, lohnt sich dieses Rezept besonders.
Dazu kommen rote Zwiebeln, ordentlich Knoblauch, frischer Basilikum, Thymian und Oregano. Alles Zutaten, die wunderbar zu einer klassischen italienischen Tomatensauce passen.
Und dann darf das Ganze einfach langsam vor sich hin köcheln. Mindestens zwei Stunden bekommt meine Sauce. Wenn du noch etwas mehr Geduld hast, lässt du sie anschließend sogar über Nacht durchziehen.
Was ist eigentlich eine Marinara Sauce?
Marinara ist eine einfache Tomatensauce aus der italienischen beziehungsweise italienisch-amerikanischen Küche. Die Basis bilden Tomaten, Knoblauch und Kräuter. Je nach Rezept kommen noch Zwiebeln, Olivenöl und weitere Gewürze dazu.
Und genau das mag ich an dieser Sauce. Sie braucht keine komplizierten Zutaten und lässt sich anschließend für unglaublich viele Gerichte verwenden.
Warum Marinara Sauce lange köcheln lassen?
Natürlich kannst du eine Tomatensauce auch innerhalb von 20 Minuten auf den Tisch stellen. Das hier ist aber bewusst nicht diese Variante.
Durch das lange Einkochen verdampft Flüssigkeit, die Sauce wird dickflüssiger und der Geschmack der Tomaten konzentriert sich. Gleichzeitig haben Zwiebeln, Knoblauch und Kräuter genug Zeit, ihr Aroma an die Sauce abzugeben.
Du musst dabei nicht zwei Stunden neben dem Herd stehen. Bei niedriger Hitze reicht es, wenn du gelegentlich umrührst und kontrollierst, dass nichts am Topfboden ansetzt.
Braucht Tomatensauce Zucker?
Nein. Die Prise Zucker in diesem Rezept ist komplett optional.
Zucker kann die natürliche Süße der Tomaten etwas hervorheben und die Säure geschmacklich ausbalancieren. Gerade bei richtig reifen und aromatischen Tomaten ist das aber häufig überhaupt nicht nötig.
Probier die Marinara Sauce deshalb am besten erst und entscheide anschließend, ob du überhaupt Zucker dazugeben möchtest.
So geht selbstgemachte Marinara Sauce
1. Tomaten vorbereiten: Die Tomaten gründlich waschen und grob in Stücke schneiden.
2. Zwiebeln anbraten: Die roten Zwiebeln schälen, würfeln und in etwas Olivenöl glasig anbraten.
3. Knoblauch dazugeben: Den Knoblauch pressen, zu den Zwiebeln geben und kurz mit anbraten.
4. Tomaten und Gewürze dazugeben: Die Tomaten in den Topf geben und mit Basilikum, Thymian, Oregano, Salz und Pfeffer würzen.
5. Einkochen: Die Marinara Sauce bei niedriger Hitze mindestens zwei Stunden einköcheln lassen und gelegentlich umrühren.
6. Abschmecken: Nach Geschmack pürieren und gegebenenfalls mit einer kleinen Prise Zucker abschmecken.
Selbstgemachte Marinara Sauce
Portionen: ca. 8
Vorbereitungszeit: ca. 15 Minuten
Zubereitungszeit: mindestens 2 Stunden
Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 15 Minuten
Zutaten
4 rote Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
1,9 kg aromatische Tomaten
etwas Olivenöl zum Anbraten
5 g frischer Basilikum
1 TL getrockneter Thymian
2 TL getrockneter Oregano
2 TL Salz
1 TL weißer gemahlener Pfeffer
1 Prise Zucker, optional
Zubereitung
Die Tomaten gründlich waschen und grob in Stücke schneiden.
Die roten Zwiebeln schälen und würfeln. In einem ausreichend großen Topf etwas Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig anbraten.
Den Knoblauch schälen, pressen und zu den Zwiebeln geben. Kurz zusammen anbraten, ohne dass der Knoblauch zu dunkel wird.
Die Tomaten dazugeben und alles miteinander vermengen. Basilikum, Thymian, Oregano, Salz und weißen Pfeffer hinzufügen.
Die Marinara Sauce bei niedriger Hitze mindestens 2 Stunden langsam einköcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren, damit am Topfboden nichts anbrennt.
Wenn du eine glatte Tomatensauce möchtest, kannst du sie anschließend pürieren. Noch einmal abschmecken und bei Bedarf eine Prise Zucker dazugeben.
Wenn du die Zeit hast, kannst du die Sauce anschließend über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Am nächsten Tag einfach noch einmal langsam erwärmen.
Tipps für eine richtig gute Marinara Sauce
Die Tomaten sind hier die Hauptdarsteller. Je aromatischer und reifer sie sind, desto besser wird am Ende auch deine Sauce. Gerade im Sommer ist das Rezept deshalb perfekt, wenn richtig gute Tomaten Saison haben.
Lass Zwiebeln und Knoblauch beim Anbraten nicht zu dunkel werden. Vor allem verbrannter Knoblauch kann schnell bitter schmecken.
Wenn dir die Sauce nach zwei Stunden noch zu flüssig ist, lass sie einfach etwas länger ohne Deckel einkochen.
Und mach ruhig direkt eine größere Portion. Wenn ich schon zwei Stunden Tomatensauce auf dem Herd habe, soll sich das schließlich auch lohnen.


Wofür kann ich Marinara Sauce verwenden?
Genau deshalb ist dieses Rezept für mich ein Basic: Du kannst daraus unglaublich viel machen.
Die Marinara Sauce passt ganz klassisch zu Pasta, funktioniert als Grundlage für Lasagne und lässt sich auch wunderbar als Tomatensauce für Pizza verwenden.
Mit zusätzlichen Gewürzen, Gemüse oder veganen Fleischalternativen kannst du aus dieser Basis außerdem immer wieder eine komplett andere Sauce machen.
Kann ich selbstgemachte Marinara Sauce einfrieren?
Ja. Gerade weil sich eine größere Menge bei der langen Kochzeit lohnt, kannst du die Marinara Sauce portionsweise einfrieren.
Lass sie dafür vollständig auskühlen und fülle sie anschließend in geeignete Behälter. So hast du immer eine selbstgemachte Tomatensauce auf Vorrat, wenn es beim nächsten Mal etwas schneller gehen muss.
Nährwerte
Die Angaben zu Nährwerten können je nach verwendeten Produkten variieren.
Die genaue Menge hängt unter anderem davon ab, wie stark du die Sauce einkochen lässt und wie viel Olivenöl du zum Anbraten verwendest.
Gesamtes Rezept:
ca. 650 kcal
ca. 20 g Protein
ca. 105 g Kohlenhydrate
ca. 18 g Fett
ca. 30 g Ballaststoffe
Pro Portion bei 8 Portionen:
ca. 80 kcal
ca. 3 g Protein
ca. 13 g Kohlenhydrate
ca. 2 g Fett
ca. 4 g Ballaststoffe
Fazit: Marinara Sauce als absolutes Basic
Tomatensauce selber machen dauert zwar länger als ein Glas aufzuschrauben, aber die eigentliche Arbeit hält sich wirklich in Grenzen. Danach darf die Marinara Sauce größtenteils einfach in Ruhe vor sich hin köcheln.
Für mich ist das deshalb eines dieser Basic Rezepte, die man einmal gemacht haben sollte. Pasta, Pizza, Lasagne oder einfach ein Stück Brot zum Reindippen: Eine richtig gute Marinara Sauce kann man eigentlich immer gebrauchen.
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Wenn du meine Marinara Sauce ausprobiert hast, freue ich mich riesig über deine Bewertung und einen Kommentar unter dem Rezept. Damit unterstützt du meine Arbeit und hilfst gleichzeitig anderen dabei, meine kostenlosen Rezepte zu finden.
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