Veganer Möhrenkuchen gehört für mich definitiv nicht nur zu Ostern auf den Tisch. Saftige Möhren, gemahlene Mandeln, Kokos und ein bisschen Zimt machen diesen Kuchen so schön saftig, dass ich ihn eigentlich das ganze Jahr essen könnte.
Dazu kommt Orange sowohl in den Teig als auch in den Zuckerguss. Die leichte Frische passt richtig gut zu Möhren, Mandeln und den warmen Gewürzen. Und obwohl in diesem Kuchen weder Eier noch Butter stecken, wird er wunderbar locker und saftig.
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Einfacher veganer Möhrenkuchen aus der Kastenform
Ich mag an diesem Rezept besonders, dass du keine außergewöhnlichen Zutaten oder komplizierten Arbeitsschritte brauchst. Im Grunde werden erst die trockenen und anschließend die flüssigen Zutaten miteinander vermengt.
Für die Saftigkeit sorgen natürlich die geraspelten Möhren, aber auch Mandeln, Kokosmilch und Öl. Mineralwasser mit Kohlensäure kommt ganz zum Schluss dazu und unterstützt einen lockeren Teig.
Obendrauf kommt nach dem Auskühlen noch ein einfacher Orangenguss aus Puderzucker, frischem Orangensaft und etwas abgeriebener Orangenschale.
Möhrenkuchen, Karottenkuchen, Rüblikuchen oder Carrot Cake?
Eigentlich reden wir hier immer über Kuchen, bei denen fein geraspelte Möhren beziehungsweise Karotten im Teig landen. Je nach Region und Rezept begegnen dir dafür unterschiedliche Namen.
Ich nenne ihn ganz klassisch Möhrenkuchen. Wenn du ihn lieber Karottenkuchen oder Rüblikuchen nennst, darfst du das natürlich auch. Und mit einem klassischen amerikanischen Carrot Cake hat mein Rezept ebenfalls einiges gemeinsam, kommt allerdings ohne das typische schwere Cream Cheese Frosting aus.
Stattdessen bekommt mein veganer Möhrenkuchen einen frischen Orangenguss.
Warum Möhren den Kuchen so saftig machen
Möhren bringen von Natur aus Feuchtigkeit mit und sind deshalb perfekt zum Backen. Du schmeckst am Ende auch nicht einfach rohe Karotte aus dem Kuchen heraus.
Zusammen mit den gemahlenen Mandeln entsteht ein schön saftiger Teig, während Kokosraspel noch etwas zusätzliche Struktur hineinbringen.
Wichtig ist vor allem, den Kuchen nicht unnötig lange zu backen. Nach etwa einer Stunde würde ich deshalb unbedingt den Stäbchentest machen.
So geht veganer Möhrenkuchen
1. Backofen vorbereiten: Den Backofen auf 180 °C Ober und Unterhitze vorheizen und eine große Kastenform vorbereiten.
2. Trockene Zutaten vermengen: Mehl, Rohrzucker, Backpulver, gemahlene Mandeln, Zimt und nach Geschmack Kardamom miteinander vermischen.
3. Flüssige Zutaten dazugeben: Öl, Kokosmilch und frisch gepressten Orangensaft unterrühren.
4. Mineralwasser unterheben: Das Mineralwasser mit Kohlensäure zum Schluss vorsichtig unter den Teig geben.
5. Möhren dazugeben: Geraspelte Möhren, Kokosraspel und Vanilleextrakt dazugeben und alles miteinander vermengen.
6. Kuchen backen: Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und etwa eine Stunde goldbraun backen. Mit dem Stäbchentest überprüfen, ob der Kuchen fertig ist.
7. Orangenguss zubereiten: Den vollständig ausgekühlten Kuchen mit einem dickflüssigen Guss aus Puderzucker, Orangensaft und frisch geriebener Orangenschale überziehen.
Veganer Möhrenkuchen
Portionen: ca. 14 Stücke
Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten
Abkühlzeit: ca. 60 Minuten
Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 20 Minuten
Zutaten
500 g Weizenmehl Type 405
260 g Rohrzucker
1 Päckchen Backpulver
200 g gemahlene Mandeln
1 TL Zimt
etwas Kardamom, optional
100 ml Albaöl oder Rapsöl
400 ml dünne Kokosmilch zum Trinken, z. B. Pflanzendrink auf Kokosbasis
Saft einer Orange
70 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
220 g geraspelte Möhren
50 g Kokosraspel
5 ml Vanilleextrakt
Für den Orangenguss
250 g Puderzucker
etwas frisch gepresster Orangensaft
etwas frisch geriebene Orangenschale, am besten von einer Bio Orange
Zubereitung
Den Backofen auf 180 °C Ober und Unterhitze vorheizen. Eine große Kastenform einfetten oder mit Backpapier auslegen.
Mehl, Rohrzucker, Backpulver, gemahlene Mandeln, Zimt und nach Geschmack etwas Kardamom in eine große Schüssel geben und gründlich miteinander vermengen.
Öl, Kokosmilch und den Saft einer Orange dazugeben und unter die trockenen Zutaten rühren.
Anschließend das Mineralwasser mit Kohlensäure dazugeben und kurz unterheben.
Zum Schluss die geraspelten Möhren, Kokosraspel und den Vanilleextrakt dazugeben und alles zu einem gleichmäßigen Teig vermengen.
Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und glatt streichen.
Auf mittlerer Schiene etwa 60 Minuten goldbraun backen. Da jeder Backofen etwas anders arbeitet, gegen Ende unbedingt mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist.
Den fertigen Möhrenkuchen aus dem Backofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.
Für den Orangenguss den Puderzucker mit wenig frisch gepresstem Orangensaft verrühren. Wirklich nur nach und nach Saft dazugeben, damit der Guss schön dickflüssig bleibt.
Etwas frisch geriebene Orangenschale unterrühren und den Guss auf dem vollständig ausgekühlten Kuchen verteilen.
Fest werden lassen, anschneiden und genießen.
Tipps für saftigen veganen Möhrenkuchen
Raspel die Möhren möglichst fein. So verteilen sie sich besser im Teig und du bekommst eine gleichmäßig saftige Konsistenz.
Beim Mineralwasser würde ich den Teig anschließend nicht mehr unnötig lange bearbeiten. Kurz unterheben reicht vollkommen.
Auch beim Orangenguss gilt: lieber mit sehr wenig Flüssigkeit anfangen. Puderzucker braucht erstaunlich wenig Saft, um plötzlich ziemlich flüssig zu werden. Wenn du einen schönen weißen, dicken Guss möchtest, gib den Orangensaft deshalb wirklich nur schluckweise dazu.
Und ganz wichtig: Der Kuchen muss vor dem Glasieren vollständig ausgekühlt sein. Auf einem noch warmen Kuchen würde dir der Orangenguss einfach davonlaufen.

Kann ich normales Rapsöl statt Albaöl verwenden?
Ja. Ich verwende für dieses Rezept gerne Albaöl, weil es ein leichtes Butteraroma mitbringt und trotzdem komplett pflanzlich ist.
Du kannst aber genauso gut ein geschmacksneutrales Rapsöl verwenden. Gerade bei einem Kuchen würde ich ein neutrales Öl einem sehr kräftig schmeckenden Öl vorziehen.
Kann ich den Möhrenkuchen schon am Vortag backen?
Unbedingt. Möhrenkuchen gehört für mich sogar zu den Kuchen, die am nächsten Tag noch richtig schön saftig schmecken.
Du kannst ihn deshalb wunderbar vorbereiten. Nach dem vollständigen Auskühlen gut abgedeckt aufbewahren und den Orangenguss entweder direkt oder erst vor dem Servieren daraufgeben.
Damit eignet er sich natürlich auch richtig gut für Ostern, wenn man nicht am selben Morgen noch einen kompletten Kuchen backen möchte.
Nährwerte
Die Angaben zu Nährwerten können je nach verwendeten Produkten variieren.
Gesamter Kuchen inklusive Orangenguss:
ca. 5.900 kcal
ca. 105 g Protein
ca. 900 g Kohlenhydrate
ca. 220 g Fett
ca. 65 g Ballaststoffe
Pro Stück bei 14 Stücken:
ca. 420 kcal
ca. 8 g Protein
ca. 64 g Kohlenhydrate
ca. 16 g Fett
ca. 5 g Ballaststoffe
Fazit: Veganer Möhrenkuchen nicht nur zu Ostern
Veganer Möhrenkuchen ist für mich ein absoluter Klassiker zu Ostern, aber eigentlich viel zu lecker, um ihn nur einmal im Jahr zu backen.
Möhren und Mandeln machen ihn wunderbar saftig, Kokos und Zimt passen richtig schön dazu und durch Orange bekommt der Kuchen noch eine frische Note. Obendrauf der süße Orangenguss und fertig ist ein Kuchen, der komplett ohne Eier und Milchprodukte auskommt und trotzdem überhaupt nicht nach Verzicht schmeckt.
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