Vegane Bolognese gehört für mich zu den Gerichten, bei denen man ruhig ein bisschen mehr kochen kann. Ein großer Topf Bolognese, Pasta dazu und schon hat man entweder mehrere Leute glücklich gemacht oder direkt noch Essen für den nächsten Tag.
Für meine Variante verwende ich keine fertige Hackalternative. Das vegane Hack mache ich selbst aus Walnüssen, Champignons, Zwiebeln und Knoblauch. Dazu kommen jede Menge Gemüse, frische Kräuter, Tomaten und Rotwein. Das Ganze darf anschließend in Ruhe köcheln und wird richtig schön herzhaft.
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Einfaches Rezept für vegane Bolognese
Die Basis meiner veganen Bolognese besteht aus Knollensellerie, Karotten, Staudensellerie und Lauch. Dazu kommt das selbstgemachte Walnusshack.
Die Walnüsse bringen nicht nur ordentlich Geschmack mit, sondern sorgen zusammen mit den fein gehackten Champignons auch für eine richtig schöne Konsistenz.
Tomatenmark wird kurz mit angeröstet und anschließend mit trockenem Rotwein abgelöscht. Passata, Tomaten aus der Dose und Gemüsebrühe machen daraus schließlich eine richtig schöne Bolognese.
Frischer Oregano und Basilikum dürfen bei mir natürlich auch nicht fehlen.
Veganes Hack aus Walnüssen und Champignons
Für das vegane Hack brauchst du nur einen kleinen Food Processor.
Walnüsse, Zwiebeln und Knoblauch werden darin so weit zerkleinert, bis die Stücke ungefähr die Größe von Hackfleisch haben.
Die Champignons zerkleinere ich separat. Dabei solltest du tatsächlich rechtzeitig aufhören. Wir wollen keine Pilzpaste, sondern kleine Stückchen, die später noch Struktur in die Bolognese bringen.
Anschließend wird beides kräftig angebraten. Genau dabei entstehen die Röstaromen, die später ordentlich Geschmack in die Sauce bringen.
Warum Rotwein in die Bolognese kommt
Der Rotwein bringt zusätzliche Tiefe und Säure in die Sauce und passt für mich wunderbar zu den Walnüssen, Pilzen und Tomaten.
Nachdem das Tomatenmark kurz mit angeröstet wurde, lösche ich alles mit dem Rotwein ab und lasse ihn zunächst einige Minuten einkochen.
Erst danach kommen Gemüsebrühe und Tomaten dazu.
Wenn du keinen Wein verwenden möchtest, kannst du ihn durch zusätzliche Gemüsebrühe ersetzen. Geschmacklich wird die Bolognese dann natürlich etwas anders.
So geht vegane Bolognese
1. Gemüse vorbereiten: Knollensellerie und Karotten schälen und klein würfeln. Staudensellerie ebenfalls würfeln und Lauch in feine Scheiben schneiden. Oregano und Basilikum fein hacken.
2. Veganes Hack herstellen: Walnüsse, Zwiebel und Knoblauch im Food Processor grob zerkleinern, bis eine hackähnliche Struktur entstanden ist. Herausnehmen und anschließend die Champignons ebenfalls grob zerkleinern.
3. Kräftig anbraten: Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Walnussmischung hineingeben, kurz anbraten und anschließend die Champignons hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen und etwa 5 bis 6 Minuten goldbraun braten.
4. Gemüse dazugeben: Karotten und Knollensellerie hinzufügen und kurz mitbraten. Danach den Staudensellerie dazugeben.
5. Tomatenmark anrösten: Lauch und Tomatenmark unterheben und ebenfalls kurz mitbraten.
6. Ablöschen: Mit Rotwein ablöschen, aufkochen und etwa 2 bis 3 Minuten einköcheln lassen.
7. Bolognese köcheln: Gemüsebrühe, Passata, Dosentomaten, Oregano und Basilikum dazugeben. Alles gut verrühren und bei niedriger Hitze köcheln lassen.
8. Pasta kochen: Tagliatelle bissfest kochen und zusammen mit der veganen Bolognese und nach Wunsch zusätzlichen frischen Kräutern servieren.
Vegane Bolognese
Portionen: ca. 6 Personen
Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 5 Minuten
Für die vegane Bolognese
30 g Knollensellerie
100 g Karotten
40 g Staudensellerie
45 g Lauch
95 g braune Champignons
90 g rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
15 g frischer Oregano
15 g frisches Basilikum
200 g Walnüsse
300 ml Tomatenpassata
400 ml kräftige Gemüsebrühe
250 ml trockener Rotwein
400 g Cherrytomaten aus der Dose oder gehackte Tomaten
1 EL Tomatenmark
Salz nach Geschmack
Pfeffer nach Geschmack
etwas Olivenöl zum Anbraten
Außerdem
480 g Tagliatelle
Zubereitung
Knollensellerie und Karotten schälen und in kleine, möglichst gleichmäßige Würfel schneiden.
Den Staudensellerie ebenfalls klein würfeln und den Lauch in feine Scheiben schneiden.
Zwiebel und Knoblauch schälen. Die Zwiebel grob vierteln. Oregano und Basilikum fein hacken.
Walnüsse, Zwiebel und Knoblauch in einen kleinen Food Processor geben und zerkleinern, bis eine hackähnliche Struktur entstanden ist.
Die Walnussmischung herausnehmen und beiseitestellen.
Die Champignons putzen und ebenfalls im Food Processor grob zerkleinern. Sie sollen kleine Stückchen ergeben und nicht vollständig püriert werden.
Etwas Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Walnussmischung darin kurz kräftig anbraten.
Die Champignons dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles etwa 5 bis 6 Minuten anbraten, bis die Mischung schön gebräunt ist.
Karotten und Knollensellerie dazugeben und unter regelmäßigem Rühren weitere 1 bis 2 Minuten braten.
Den Staudensellerie hinzufügen und kurz mitbraten.
Anschließend Lauch und Tomatenmark dazugeben. Alles noch einmal kurz anrösten.
Mit dem Rotwein ablöschen und aufkochen lassen. Die Hitze anschließend reduzieren und den Rotwein etwa 2 bis 3 Minuten einköcheln lassen.
Gemüsebrühe, Tomatenpassata und Cherrytomaten aus der Dose hinzufügen.
Oregano und Basilikum unterrühren und die Bolognese bei niedriger Hitze köcheln lassen.
Ich würde ihr mindestens 30 Minuten geben. Wenn du Zeit hast, kannst du sie aber auch länger bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren und bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser oder Gemüsebrühe ergänzen.
Zum Schluss noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Tagliatelle nach Packungsanleitung bissfest kochen, abgießen und zusammen mit der veganen Bolognese servieren.
Nach Wunsch noch etwas frischen Basilikum oder Oregano darübergeben.
Tipps für eine richtig gute vegane Bolognese
Der wichtigste Schritt passiert für mich ziemlich weit am Anfang: Walnüsse und Champignons sollten ordentlich angebraten werden.
Wenn du direkt Flüssigkeit dazugibst, bevor die Mischung Farbe bekommen hat, fehlen dir später genau diese Röstaromen.
Auch das Tomatenmark darf kurz mitbraten, bevor du mit dem Rotwein ablöschst.
Und dann gilt bei Bolognese eigentlich immer: Je mehr Zeit du ihr gibst, desto besser. Du kannst sie zwar nach einer guten halben Stunde essen, aber wenn sie länger langsam vor sich hin köchelt, verbinden sich die Aromen noch besser.

Kann ich die vegane Bolognese vorbereiten?
Unbedingt. Ich finde sogar, dass Bolognese am nächsten Tag häufig noch besser schmeckt.
Du kannst die Sauce deshalb komplett vorbereiten, abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.
Zum Essen einfach langsam wieder erhitzen und währenddessen die Pasta frisch kochen.
Damit eignet sich das Rezept auch richtig gut für Mealprep.
Kann ich die Bolognese einfrieren?
Auch das funktioniert problemlos.
Lass die fertige Sauce vollständig auskühlen und friere sie anschließend portionsweise in geeigneten Behältern ein.
Die Pasta würde ich nicht zusammen mit der Sauce einfrieren, sondern später frisch kochen.
So hast du immer eine Portion selbstgemachte vegane Bolognese parat, wenn es einmal schnell gehen muss.
Welche Pasta passt zu veganer Bolognese?
In diesem Rezept verwende ich Tagliatelle. Die breiten Nudeln nehmen die dicke Sauce richtig schön auf.
Du kannst natürlich genauso andere Pastasorten verwenden.
Wenn du möchtest, kannst du sogar meine selbstgemachten veganen Linguine dazu servieren.
Nährwerte
Die Angaben zu Nährwerten können je nach verwendeten Produkten variieren.
Die Werte beziehen sich auf die gesamte Bolognese inklusive 480 g Tagliatelle. Die genaue Menge des Olivenöls zum Anbraten ist nicht berücksichtigt.
Gesamtes Rezept:
ca. 4.050 kcal
ca. 115 g Protein
ca. 490 g Kohlenhydrate
ca. 165 g Fett
ca. 65 g Ballaststoffe
Pro Portion bei 6 Portionen:
ca. 675 kcal
ca. 19 g Protein
ca. 82 g Kohlenhydrate
ca. 28 g Fett
ca. 11 g Ballaststoffe
Fazit: Vegane Bolognese braucht kein Ersatzhack
Vegane Bolognese gehört für mich definitiv zu den Rezepten, bei denen ich keinen fertigen Fleischersatz brauche.
Walnüsse und Champignons sorgen für eine schöne Konsistenz, dazu jede Menge Gemüse, Tomaten, frische Kräuter und Rotwein. Wenn das Ganze dann noch eine Weile vor sich hin köcheln darf, entsteht daraus eine richtig kräftige und herzhafte Sauce.
Perfekt für einen gemütlichen Pasta Abend und mindestens genauso gut am nächsten Tag.
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