Veganer Obazda ist meine pflanzliche Variante des würzigen bayerischen Brotaufstrichs. Statt Käse verwende ich Räuchertofu, pflanzliche Butter und Hefeflocken. Dazu kommen Senf und natürlich ordentlich Kümmel.
Das Rezept ist wirklich schnell gemacht. Alle Zutaten kommen in den Mixer, werden cremig verarbeitet und zum Schluss wird noch ganzer Kümmel untergehoben. Heraus kommt ein würziger, streichfester Aufstrich, der für mich perfekt zu frischem Brot oder einer richtig guten Brezel passt.
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Einfaches Rezept für veganen Obazda
Klassischer Obazda wird aus verschiedenen Käsesorten und Butter hergestellt. Für meine vegane Variante brauchen wir davon natürlich nichts.
Die Basis bildet Räuchertofu. Er bringt bereits einen kräftigen, herzhaften Geschmack mit und lässt sich zusammen mit pflanzlicher Butter wunderbar zu einem cremigen Brotaufstrich verarbeiten.
Hefeflocken bringen zusätzliche Würze mit, scharfer Senf sorgt für etwas Schärfe und Kümmel gibt dem Aufstrich seinen charakteristischen Geschmack.
Warum Räuchertofu?
Du könntest für einen veganen Käseaufstrich natürlich auch Naturtofu verwenden. Für dieses Rezept mag ich Räuchertofu aber besonders gerne.
Er bringt von sich aus deutlich mehr Würze mit und sorgt dafür, dass der Aufstrich trotz der wenigen Zutaten schön herzhaft schmeckt.
Zusammen mit Hefeflocken, Senf und Kümmel entsteht daraus ein Brotaufstrich, der geschmacklich in die Richtung des bayerischen Originals geht, ohne es eins zu eins nachbauen zu müssen.
So geht veganer Obazda
1. Tofu vorbereiten: Den Räuchertofu in kleine Stücke schneiden.
2. Zutaten mixen: Räuchertofu, pflanzliche Butter, Hefeflocken, scharfen Senf, gemahlenen Kümmel, Salz und Pfeffer in einen Mixer oder Food Processor geben.
3. Cremig mixen: Alles zerkleinern und nach und nach die pflanzliche Milch dazugeben.
4. Konsistenz prüfen: Nur so viel Milch verwenden, bis eine cremige, aber weiterhin streichfeste Masse entstanden ist.
5. Kümmel unterheben: Zum Schluss den ganzen Kümmel mit einem Löffel unterheben.
6. Abschmecken: Noch einmal probieren und bei Bedarf mit Salz, Pfeffer, Senf oder Kümmel nachwürzen.
Veganer Obazda
Portionen: ca. 4 Portionen
Vorbereitungszeit: ca. 10 Minuten
Gesamtzeit: ca. 10 Minuten
Zutaten
200 g Räuchertofu
50 g pflanzliche Butter
2 EL Hefeflocken
1 TL scharfer Senf
1 TL gemahlener Kümmel
Salz nach Geschmack
Pfeffer nach Geschmack
bis zu 50 ml pflanzliche Milch
Außerdem
1 bis 2 TL ganzer Kümmel
Zubereitung
Den Räuchertofu in kleine Stücke schneiden.
Räuchertofu, pflanzliche Butter, Hefeflocken, scharfen Senf und gemahlenen Kümmel in einen Mixer oder Food Processor geben.
Mit Salz und Pfeffer würzen und alles zerkleinern.
Die pflanzliche Milch nach und nach dazugeben und weitermixen, bis eine cremige und streichfähige Masse entstanden ist.
Gib die Milch wirklich portionsweise dazu. Je nach verwendetem Tofu kann es sein, dass du nicht die gesamten 50 ml benötigst.
Zum Schluss den ganzen Kümmel mit einem Löffel unterheben.
Den veganen Obazda noch einmal abschmecken und nach Wunsch etwas mehr Senf, Salz, Pfeffer oder Kümmel dazugeben.
Du kannst ihn direkt essen oder vor dem Servieren noch etwas im Kühlschrank durchziehen lassen.
Tipps für richtig guten veganen Obazda
Bei diesem Rezept würde ich die pflanzliche Milch wirklich nicht auf einmal in den Mixer geben. Der Aufstrich soll schön cremig werden, aber trotzdem so fest bleiben, dass du ihn ordentlich aufs Brot streichen kannst.
Auch beim Kümmel kannst du dich ein bisschen an deinen eigenen Geschmack herantasten. Ich verwende sowohl gemahlenen als auch ganzen Kümmel. Der gemahlene verteilt seinen Geschmack in der gesamten Masse, während der ganze Kümmel später noch einmal für kleine würzige Spitzen sorgt.
Wenn du den Aufstrich vorbereitest, würde ich ihn vor dem Servieren noch einmal probieren. Nach etwas Zeit im Kühlschrank schmecken Senf und Kümmel häufig noch intensiver.

Was passt zu veganem Obazda?
Für mich ganz klar: eine frische Brezel.
Aber natürlich schmeckt der Aufstrich genauso gut auf Bauernbrot, Baguette oder einem kräftigen Vollkornbrot.
Du kannst ihn auch zusammen mit Radieschen, Gurken, Frühlingszwiebeln oder etwas Schnittlauch servieren und daraus eine richtig schöne Brotzeit machen.
Kann ich veganen Obazda vorbereiten?
Ja, sogar sehr gut.
Du kannst den Aufstrich bereits am Vortag zubereiten und gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. Dadurch haben Senf und Kümmel noch etwas Zeit, ihren Geschmack zu entfalten.
Da pflanzliche Butter im Kühlschrank fester wird, würde ich den Obazda vor dem Servieren kurz herausstellen. Dann wird er wieder schön streichfähig.
Ist veganer Obazda glutenfrei?
Die Basis des Rezepts ist glutenfrei.
Wenn du ihn ausdrücklich glutenfrei zubereiten möchtest, solltest du bei Räuchertofu, Senf, Hefeflocken und pflanzlicher Milch auf die entsprechende Kennzeichnung achten.
Und natürlich gehört dann statt einer klassischen Brezel eine glutenfreie Beilage dazu.
Nährwerte
Die Angaben zu Nährwerten können je nach verwendeten Produkten variieren.
Gesamtes Rezept:
ca. 850 kcal
ca. 43 g Protein
ca. 18 g Kohlenhydrate
ca. 65 g Fett
ca. 8 g Ballaststoffe
Pro Portion bei 4 Portionen:
ca. 210 kcal
ca. 11 g Protein
ca. 5 g Kohlenhydrate
ca. 16 g Fett
ca. 2 g Ballaststoffe
Fazit: Würziger Brotaufstrich in nur 10 Minuten
Veganer Obazda ist für mich ein richtig schönes Beispiel dafür, wie unkompliziert man klassische Gerichte pflanzlich interpretieren kann.
Räuchertofu, pflanzliche Butter, Hefeflocken, Senf und Kümmel ergeben zusammen einen wunderbar herzhaften und cremigen Brotaufstrich.
Und weil das Ganze in ungefähr zehn Minuten fertig ist, gibt es eigentlich keinen Grund, ihn nicht auszuprobieren.
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