7 günstige vegane Rezepte: Vegan on a Budget

Günstige vegane Rezepte müssen weder langweilig sein noch bedeuten, dass du dich eine Woche lang nur von Nudeln mit Tomatensauce ernährst. Genau das wollte ich mit meiner Vegan on a Budget Woche zeigen. Sieben unterschiedliche Rezepte, von Suppe über Curry und Tofu bis hin zum Kuchen, die mit überwiegend einfachen Zutaten auskommen und trotzdem richtig lecker sind.

Gerade bei veganer Ernährung hält sich ja hartnäckig das Vorurteil, dass alles automatisch teuer wird. Klar, wenn der Einkaufswagen hauptsächlich mit Ersatzprodukten und irgendwelchen fancy Superfoods vollgepackt wird, kann das passieren. Aber die Basis einer pflanzlichen Ernährung besteht aus ziemlich simplen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Gemüse, Reis, Nudeln, Haferflocken und Tofu.

Und genau deshalb habe ich dir hier meine 7 günstigen veganen Rezepte zusammengestellt. Einige sind in weniger als 30 Minuten fertig, andere eignen sich super für Mealprep und am Ende gibt es natürlich auch noch etwas Süßes.

Vegan on a Budget: günstig vegan kochen

Wenn du günstig vegan kochen möchtest, lohnt es sich vor allem, bei den Basics anzusetzen. Kichererbsen, Linsen, Kartoffeln, Reis und Nudeln sind günstig, sättigend und lassen sich komplett unterschiedlich zubereiten.

Auch bei Nüssen oder anderen etwas teureren Zutaten kannst du sparen. Ich kaufe zum Beispiel für Pesto gerne Nussbruch. Für ein Pesto wird sowieso alles zerkleinert, also warum sollte ich dafür perfekte ganze Walnüsse kaufen?

Außerdem lohnt es sich, Gerichte zu kochen, bei denen du Zutaten mehrfach verwenden kannst. Kräuter, pflanzlicher Joghurt oder Gemüse müssen dann nicht für ein einziges Rezept gekauft werden und anschließend im Kühlschrank vergessen werden.

Und jetzt kommen wir zum wichtigsten Teil: Essen.

Meine 7 günstigen veganen Rezepte

In dieser Sammlung findest du:

  1. Vegane Tomatensuppe
  2. Orange Tofu mit Reis
  3. Spicy Spitzkohl mit Kartoffelstampf
  4. Veganes Kichererbsencurry
  5. Linsensalat mit Avocado
  6. Spaghetti mit Petersilienpesto
  7. Veganen Rührkuchen

Los geht’s.

7 günstige vegane Rezepte für Vegan on a Budget

1. Vegane Tomatensuppe

Diese vegane Tomatensuppe ist für mich so ein typisches Beispiel dafür, wie wenig man eigentlich braucht, um etwas richtig Leckeres auf den Tisch zu stellen. Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Gemüsebrühe und ein paar Gewürze bilden die Basis.

Durch das kurze Karamellisieren von Zwiebeln und Knoblauch mit etwas Zucker bekommt die Suppe zusätzlich Geschmack. Thymian und Lorbeer dürfen anschließend eine Runde mitköcheln und am Ende wird alles schön cremig püriert.

Vegane Tomatensuppe

Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten
Gesamtzeit: ca. 30 Minuten

Zutaten

3 EL Olivenöl
1 mittelgroße Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 EL Zucker
3 Dosen geschälte Tomaten à 400 g
400 ml kräftige Gemüsebrühe
1 EL Tomatenmark
1/2 TL Salz
1/2 TL weißer gemahlener Pfeffer
1 bis 2 Zweige frischer Thymian
2 Lorbeerblätter

Topping pro Portion

1 Klecks pflanzliche Crème fraîche
2 bis 3 Blätter frischer Basilikum
etwas Balsamico

Zubereitung

Zwiebel und Knoblauch schälen. Die Zwiebel grob würfeln und den Knoblauch fein hacken.

Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und zunächst die Zwiebel darin anschwitzen. Nach wenigen Minuten den Knoblauch dazugeben. Sobald die Zwiebeln leicht glasig sind, den Zucker hinzufügen und alles kurz karamellisieren lassen.

Die geschälten Tomaten dazugeben und mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel grob zerdrücken.

Gemüsebrühe und Tomatenmark hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Lorbeerblätter und Thymian dazugeben und die Suppe abgedeckt bei niedriger Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Lorbeer und Thymian entfernen und die Tomatensuppe mit einem Pürierstab so fein pürieren, wie du sie gerne magst.

Mit pflanzlicher Crème fraîche, frischem Basilikum und etwas Balsamico servieren.

Tipps für meine vegane Tomatensuppe

Wenn du es besonders cremig magst, püriere die Suppe wirklich gründlich. Du kannst anschließend auch noch einen kleinen Schuss pflanzliche Kochcreme dazugeben.

Die Suppe lässt sich außerdem super vorbereiten. Am nächsten Tag schmeckt sie fast noch besser und eignet sich deshalb auch richtig gut für Mealprep.

Wenn du gerade sehr aufs Budget achtest, kannst du das Topping natürlich weglassen. Die Tomatensuppe funktioniert auch ganz ohne Extras.

Nährwerte Tomatensuppe

Die Angaben zu Nährwerten können je nach verwendeten Produkten variieren. Toppings sind nicht eingerechnet.

Gesamtes Rezept:
ca. 1.150 kcal
ca. 22 g Protein
ca. 125 g Kohlenhydrate
ca. 60 g Fett
ca. 28 g Ballaststoffe

Pro Portion bei 2 Portionen:
ca. 575 kcal
ca. 11 g Protein
ca. 63 g Kohlenhydrate
ca. 30 g Fett
ca. 14 g Ballaststoffe

7 günstige vegane Rezepte für Vegan on a Budget

2. Orange Tofu mit Reis

Wer immer noch behauptet, Tofu sei langweilig, hat ihn für mich einfach noch nicht richtig zubereitet. Orange Tofu ist dafür das perfekte Gegenbeispiel.

Der Tofu wird erst schön knusprig angebraten und landet anschließend in einer süßlich würzigen Orangensauce mit Sojasauce, Ingwer und Reisessig. Dazu gibt es Reis, Frühlingszwiebeln und Sesam.

Wenn du Zeit hast, kannst du deinen Tofu vorher auspressen. Dadurch verliert er Flüssigkeit, wird beim Braten knuspriger und kann anschließend mehr von der Sauce aufnehmen.

Orange Tofu

Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten
Gesamtzeit: ca. 35 Minuten

Zutaten

125 g Naturtofu
10 g Speisestärke
10 g Mehl
1 Prise Salz
20 ml Wasser
1 Knoblauchzehe
etwas Olivenöl zum Braten

Für die Orangensauce

120 ml frischer Orangensaft
1 EL Sojasauce
1 EL Ahornsirup oder Agavendicksaft
1 EL Reisessig
1,5 TL frisch geriebener Ingwer
1 EL Speisestärke
etwas kaltes Wasser
1/2 EL frischer Orangenabrieb
etwas Chiliflocken, optional

Außerdem

120 g Reis
1 bis 2 Frühlingszwiebeln
etwas schwarzer Sesam

Zubereitung

Den Reis gründlich waschen und nach Packungsanleitung kochen.

Den Tofu in Würfel schneiden. Wenn du ihn vorher ausgepresst hast, umso besser.

Die Tofuwürfel zunächst rundherum mit der Speisestärke vermengen.

Mehl, Salz, Wasser und Knoblauch in einer Schüssel zu einer klebrigen Panade verrühren. Den Tofu dazugeben und vorsichtig vermengen, bis alle Stücke damit überzogen sind.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Tofu von allen Seiten goldbraun und knusprig anbraten. Anschließend herausnehmen und kurz beiseitestellen.

In derselben Pfanne Orangensaft, Sojasauce, Ahornsirup oder Agavendicksaft, Reisessig, Ingwer, Orangenabrieb und nach Geschmack Chiliflocken miteinander verrühren und kurz aufkochen lassen.

Die Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren und zur Sauce geben. Kurz köcheln lassen, bis die Sauce andickt.

Den knusprigen Tofu zurück in die Pfanne geben und mit der Orangensauce vermengen.

Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Orange Tofu zusammen mit dem Reis servieren und mit Frühlingszwiebeln und schwarzem Sesam toppen.

Tipps für richtig knusprigen Orange Tofu

Wenn du deinen Tofu besonders knusprig möchtest, presse ihn vorher aus. Du musst ihn dafür nicht zwingend 24 Stunden pressen. Auch eine kürzere Zeit hilft schon dabei, überschüssige Flüssigkeit loszuwerden.

Die Stärke ist ebenfalls wichtig. Sie sorgt dafür, dass der Tofu beim Braten diese schöne knusprige Außenschicht bekommt.

Und gib den Tofu wirklich erst am Ende zurück in die Sauce. So bleibt möglichst viel von seiner knusprigen Konsistenz erhalten.

Nährwerte Orange Tofu

Die Angaben zu Nährwerten können je nach verwendeten Produkten und der Menge des Bratöls variieren.

Gesamtes Rezept:
ca. 1.050 kcal
ca. 32 g Protein
ca. 165 g Kohlenhydrate
ca. 27 g Fett
ca. 9 g Ballaststoffe

Pro Portion bei 2 Portionen:
ca. 525 kcal
ca. 16 g Protein
ca. 83 g Kohlenhydrate
ca. 14 g Fett
ca. 5 g Ballaststoffe

7 günstige vegane Rezepte für Vegan on a Budget

3. Spicy Spitzkohl aus dem Ofen mit Kartoffelstampf

Kohl kann so viel mehr als klassische Kohlgerichte. Dieser Spitzkohl aus dem Ofen wird spicy, leicht süßlich und bekommt durch das Rösten richtig schöne Aromen.

Dazu gibt es cremigen Kartoffelstampf und einen frischen Joghurtdip. Für mich ist das genau die Art von Essen, die mit relativ einfachen Zutaten auskommt und trotzdem nach richtigem Comfortfood schmeckt.

Spicy Spitzkohl aus dem Ofen

Portionen: 4
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 10 Minuten

Für den Spitzkohl

1 kg Spitzkohl
4 EL Rapsöl
2 TL Chiliflocken
1/2 bis 1 TL Salz
etwas Pfeffer
1 bis 2 EL Agavendicksaft

Für den Kartoffelstampf

800 g mehligkochende Kartoffeln
1 bis 2 EL pflanzliche Butter
4 EL pflanzliche Milch
1 bis 2 EL pflanzliche Crème fraîche
Salz nach Geschmack

Für den Dip

7 EL ungesüßter pflanzlicher Joghurt
2 TL Paprikapulver
Saft von 1 Zitrone
1 EL frisch gehackter Koriander oder Petersilie
1 bis 2 EL Agavendicksaft
etwas schwarzer Sesam

Zubereitung

Den Backofen auf 180 °C Ober und Unterhitze vorheizen.

Den Spitzkohl putzen und der Länge nach vierteln.

Rapsöl, Chiliflocken, Salz und Pfeffer miteinander verrühren und die Spitzkohlviertel von allen Seiten damit bestreichen.

Den Spitzkohl in eine geeignete Ofenform geben und abgedeckt etwa 20 Minuten auf mittlerer Schiene garen.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser weich kochen.

Für den Dip pflanzlichen Joghurt, Paprikapulver, Zitronensaft, Koriander oder Petersilie und Agavendicksaft miteinander verrühren und beiseitestellen.

Nach 20 Minuten den Spitzkohl aus dem Ofen holen und die Temperatur auf 200 °C Ober und Unterhitze erhöhen.

Die Spitzkohlviertel mit Agavendicksaft bestreichen und ohne Abdeckung für weitere etwa 30 Minuten in den Ofen geben.

Die gekochten Kartoffeln abgießen. Pflanzliche Butter und Milch dazugeben und mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Anschließend pflanzliche Crème fraîche und Salz mit einem Löffel unterheben.

Kartoffelstampf auf die Teller verteilen, jeweils ein Spitzkohlviertel darauf oder daneben setzen und mit dem Dip servieren. Mit schwarzem Sesam und nach Wunsch frischen Kräutern toppen.

Tipps für richtig guten Ofen Spitzkohl

Lass den Strunk beim Vierteln möglichst dran. Er hält die einzelnen Kohlblätter zusammen und sorgt dafür, dass du schöne Spitzkohlviertel bekommst.

Die Kombination aus Chili und Agavendicksaft macht für mich bei diesem Rezept den Unterschied. Wenn du nicht gerne scharf isst, reduziere die Chiliflocken einfach.

Achte in der zweiten Backphase darauf, dass der Kohl schöne Röstaromen bekommt, aber außen nicht verbrennt.

Nährwerte Spicy Spitzkohl

Die Angaben zu Nährwerten können je nach verwendeten Produkten und den variablen Mengen von Butter, Crème fraîche und Agavendicksaft variieren.

Gesamtes Rezept:
ca. 1.850 kcal
ca. 40 g Protein
ca. 245 g Kohlenhydrate
ca. 78 g Fett
ca. 50 g Ballaststoffe

Pro Portion bei 4 Portionen:
ca. 460 kcal
ca. 10 g Protein
ca. 61 g Kohlenhydrate
ca. 20 g Fett
ca. 13 g Ballaststoffe

7 günstige vegane Rezepte für Vegan on a Budget

4. Veganes Kichererbsencurry

Dieses vegane Kichererbsencurry ist eines dieser Rezepte, die ich immer wieder machen könnte. Es ist unkompliziert, schnell fertig, sättigend und besteht größtenteils aus Zutaten, die man gut auf Vorrat zu Hause haben kann.

Kichererbsen, gehackte Tomaten und Kokosmilch bilden die Basis. Curry, Garam Masala und Cayennepfeffer sorgen für ordentlich Geschmack und frischer Koriander kommt ganz zum Schluss dazu.

Veganes Kichererbsencurry

Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Gesamtzeit: ca. 25 Minuten

Zutaten

1 EL Kokosöl
400 g Kichererbsen aus der Dose
400 g gehackte Tomaten aus der Dose
200 ml Kokosmilch
1 mittelgroße Zwiebel
3 Knoblauchzehen
3 TL Currypulver
2 TL Garam Masala oder Tikka Masala Gewürz
1/2 TL Cayennepfeffer
Salz nach Geschmack
Pfeffer nach Geschmack
8 g frischer Koriander

Zubereitung

Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Knoblauch schälen und pressen oder fein hacken.

Das Kokosöl in einer Pfanne oder einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen.

Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten.

Die gehackten Tomaten hinzufügen und alles miteinander verrühren. Anschließend die Kokosmilch dazugeben.

Die Kichererbsen abgießen und ebenfalls in die Sauce geben.

Currypulver, Garam Masala oder Tikka Masala und Cayennepfeffer hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Curry bei niedriger bis mittlerer Hitze ungefähr 15 Minuten köcheln lassen.

Den Koriander fein hacken und kurz vor Ende der Kochzeit unterrühren.

Den Herd ausschalten und das Kichererbsencurry noch etwa 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.

Dazu passen Reis oder Kartoffeln.

Tipps für mein Kichererbsencurry

Wenn du nicht gerne scharf isst, fang beim Cayennepfeffer mit weniger an. Nachwürzen geht immer.

Das Curry eignet sich außerdem richtig gut für Mealprep. Durchgezogen schmeckt es am nächsten Tag sogar noch intensiver.

Wenn du eine größere Portion kochst, hast du also direkt noch ein schnelles Mittagessen für den nächsten Tag.

Nährwerte Kichererbsencurry

Die Angaben zu Nährwerten können je nach verwendeter Kokosmilch und den verwendeten Produkten variieren. Reis oder Kartoffeln als Beilage sind nicht eingerechnet.

Gesamtes Rezept:
ca. 1.300 kcal
ca. 38 g Protein
ca. 130 g Kohlenhydrate
ca. 68 g Fett
ca. 35 g Ballaststoffe

Pro Portion bei 2 Portionen:
ca. 650 kcal
ca. 19 g Protein
ca. 65 g Kohlenhydrate
ca. 34 g Fett
ca. 18 g Ballaststoffe

7 günstige vegane Rezepte für Vegan on a Budget

5. Linsensalat mit Avocado

Dieser Linsensalat mit Avocado war schon bei meiner ursprünglichen Vegan on a Budget Woche eines meiner Lieblingsrezepte. Er ist wirklich simpel, schnell gemacht und durch die Linsen auch richtig schön sättigend.

Dazu kommen Avocado, Tomate, Zwiebel und frische Kräuter. Das Dressing mache ich aus pflanzlichem Feta, Zitrone und Olivenöl. Dadurch wird es richtig schön cremig.

Linsensalat mit Avocado

Portionen: 4
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Zubereitungszeit: 5 Minuten
Gesamtzeit: 10 Minuten

Zutaten

550 g vorgekochte Linsen
1 große Avocado oder 2 kleine
1 mittelgroße Zwiebel
1 mittelgroße Tomate
4 g glatte Petersilie
3 g frischer Dill

Für das Dressing

75 g pflanzlicher Feta
Saft von 1 Zitrone
3 bis 4 EL Olivenöl
Salz nach Geschmack
Pfeffer nach Geschmack
1 EL Reissirup oder eine andere Süße

Zubereitung

Für das Dressing den pflanzlichen Feta zusammen mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer und Reissirup in einen Mixer oder Food Processor geben und cremig mixen.

Die Avocado schälen, entkernen und würfeln.

Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Tomate ebenfalls würfeln.

Petersilie und Dill fein hacken.

Die vorgekochten Linsen zusammen mit Avocado, Zwiebel, Tomate und Kräutern in eine große Schüssel geben.

Das cremige Dressing dazugeben und alles vorsichtig miteinander vermengen.

Abschmecken und direkt genießen.

Tipps für den Linsensalat

Wenn du vorgekochte Linsen verwendest, ist dieser Salat wirklich in wenigen Minuten fertig. Achte nur darauf, sie vorher gut abtropfen zu lassen.

Die Avocado würde ich erst kurz vor dem Servieren dazugeben, wenn du den Salat vorbereiten möchtest.

Wenn du ihn als Hauptgericht isst, bekommst du ungefähr vier kleinere Portionen. Als Beilage reicht die Menge entsprechend für mehr Personen.

Nährwerte Linsensalat mit Avocado

Die Angaben zu Nährwerten können je nach verwendetem pflanzlichen Feta und der Menge des Olivenöls variieren.

Gesamtes Rezept:
ca. 1.750 kcal
ca. 65 g Protein
ca. 160 g Kohlenhydrate
ca. 90 g Fett
ca. 65 g Ballaststoffe

Pro Portion bei 4 Portionen:
ca. 440 kcal
ca. 16 g Protein
ca. 40 g Kohlenhydrate
ca. 23 g Fett
ca. 16 g Ballaststoffe

7 günstige vegane Rezepte für Vegan on a Budget

6. Spaghetti mit Petersilienpesto

Pesto muss nicht immer Basilikum sein. Dieses vegane Petersilienpesto ist eine richtig leckere Alternative und mit wenigen Zutaten gemacht.

Petersilie trifft hier auf Knoblauch, Haselnüsse, Walnüsse, Olivenöl und Hefeflocken. Zusammen mit Spaghetti hast du damit in ungefähr 15 Minuten ein komplettes Essen auf dem Tisch.

Und hier kommt direkt noch mein Budget Tipp: Für Pesto nehme ich bei Walnüssen gerne Bruch. Der ist häufig günstiger und wird sowieso püriert.

Spaghetti mit veganem Petersilienpesto

Portionen: 4
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 8 Minuten
Gesamtzeit: ca. 13 Minuten

Für das Petersilienpesto

65 g glatte Petersilie
2 Knoblauchzehen
25 g Haselnüsse
30 g Walnüsse
60 bis 70 ml Olivenöl
Salz nach Geschmack
Pfeffer nach Geschmack
2 bis 3 EL Hefeflocken

Außerdem

200 bis 300 g Spaghetti

Zubereitung

Die Spaghetti nach Packungsanleitung in reichlich Salzwasser al dente kochen.

Währenddessen die Petersilie waschen, trocken schütteln und grob zerkleinern.

Die Petersilie zunächst alleine in den Food Processor geben und kurz zerkleinern.

Knoblauch, Haselnüsse, Walnüsse, Olivenöl und Hefeflocken dazugeben und alles zu einem cremigen Pesto mixen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wenn dir das Pesto zu fest ist, kannst du etwas mehr Olivenöl oder einen kleinen Schluck vom Nudelwasser dazugeben.

Die fertigen Spaghetti abgießen und mit dem Petersilienpesto vermengen.

Easy Peasy.

Tipps für cremiges Petersilienpesto

Wasche die Petersilie am besten rechtzeitig und lass sie gut trocknen. Zu viel Wasser im Pesto verwässert den Geschmack.

Wenn du das Pesto direkt mit den Nudeln vermischst, heb dir etwas Nudelwasser auf. Ein kleiner Schluck davon hilft dabei, dass sich das Pesto richtig schön um die Spaghetti legt.

Wenn du noch mehr Pesto ausprobieren möchtest, passt hier auch mein Karottengrün Pesto richtig gut. Das ist gleichzeitig eine schöne Möglichkeit, etwas zu verwenden, das sonst häufig einfach im Müll landet.

Nährwerte Spaghetti mit Petersilienpesto

Die Angaben zu Nährwerten können je nach verwendeter Nudelmenge und der Menge des Olivenöls variieren. Berechnet mit etwa 250 g Spaghetti und 65 ml Olivenöl.

Gesamtes Rezept:
ca. 1.950 kcal
ca. 48 g Protein
ca. 205 g Kohlenhydrate
ca. 105 g Fett
ca. 25 g Ballaststoffe

Pro Portion bei 4 Portionen:
ca. 490 kcal
ca. 12 g Protein
ca. 51 g Kohlenhydrate
ca. 26 g Fett
ca. 6 g Ballaststoffe

7 günstige vegane Rezepte für Vegan on a Budget

7. Veganer Rührkuchen

Natürlich brauchen wir nach sechs herzhaften Rezepten noch etwas Süßes. Deshalb beendet dieser vegane Rührkuchenmeine Vegan on a Budget Sammlung.

Ein klassischer Rührkuchen braucht überhaupt nicht viele Zutaten und lässt sich ganz unkompliziert ohne Ei und andere tierische Produkte backen.

Und ich habe hier einen wichtigen Tipp für alle, die gerade erst anfangen, vegan zu backen: Vegane Rührteige mögen keine ewigen Rührzeiten.

Du musst einen veganen Kuchenteig nicht minutenlang mit dem Handrührgerät bearbeiten. Im Gegenteil. Die Zutaten nur so lange miteinander verrühren, bis gerade ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Ich mache das bei solchen Teigen am liebsten einfach von Hand.

Veganer Rührkuchen

Portionen: 1 Kastenkuchen, ca. 12 Stücke
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Backzeit: ca. 60 Minuten
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 5 Minuten

Zutaten

380 g Weizenmehl Type 405
1 Päckchen Backpulver, 18 g
250 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
310 ml Pflanzenmilch, ich habe Mandelmilch verwendet
150 ml Rapsöl, gerne mit Buttergeschmack
10 ml Mineralwasser mit Kohlensäure

Optional

25 g pflanzliche Butter für den typischen Schlitz in der Mitte

Zubereitung

Eine Kastenform einfetten und den Backofen auf 180 °C Ober und Unterhitze vorheizen.

Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer großen Schüssel miteinander vermischen.

Zuerst die Pflanzenmilch und anschließend das Rapsöl dazugeben.

Alles nur kurz miteinander verrühren, bis gerade ein gleichmäßiger Teig entstanden ist.

Zum Schluss das Mineralwasser vorsichtig unterheben.

Den Teig in die vorbereitete Kastenform geben.

Wenn du den typischen Schlitz in der Mitte deines Rührkuchens möchtest, kannst du die pflanzliche Butter in kleine Stückchen schneiden und diese längs in einer Reihe mittig auf den Teig legen.

Den Kuchen auf mittlerer Schiene ungefähr 60 Minuten goldbraun backen.

Da jeder Backofen etwas anders arbeitet, gegen Ende unbedingt die Stäbchenprobe machen.

Den fertigen Rührkuchen aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.

Tipps für einen fluffigen veganen Rührkuchen

Nicht zu lange rühren: Sobald sich die Zutaten verbunden haben, reicht es. Gerade bei veganem Rührteig kann zu langes Rühren dafür sorgen, dass der Kuchen später kompakter wird.

Mineralwasser erst zum Schluss: Die Kohlensäure hilft dabei, den Teig etwas lockerer zu machen. Deshalb nur kurz und vorsichtig unterheben.

Backofen vorher vollständig vorheizen: Der fertige Teig sollte nicht noch lange herumstehen, bevor er in den Ofen kommt.

Stäbchenprobe machen: Backöfen sind unterschiedlich. Die 60 Minuten sind deshalb ein Richtwert.

Schlitz in der Mitte: Die kleinen Butterstückchen auf der Oberfläche helfen dabei, den typischen kontrollierten Riss in der Mitte des Kastenkuchens zu bekommen.

Nährwerte veganer Rührkuchen

Die Angaben zu Nährwerten können je nach verwendeten Produkten variieren. Berechnet ohne die optionalen 25 g pflanzliche Butter.

Gesamter Kuchen:
ca. 4.500 kcal
ca. 45 g Protein
ca. 650 g Kohlenhydrate
ca. 185 g Fett
ca. 18 g Ballaststoffe

Pro Stück bei 12 Stücken:
ca. 375 kcal
ca. 4 g Protein
ca. 54 g Kohlenhydrate
ca. 15 g Fett
ca. 2 g Ballaststoffe

Meine Tipps für günstige vegane Rezepte

Du siehst an den sieben Rezepten ziemlich gut, dass günstiges veganes Essen nicht auf ein bestimmtes Gericht oder eine bestimmte Zutat beschränkt ist. Du kannst Suppen, Currys, Pasta, Tofu, Salate, Ofengerichte und sogar Kuchen mit relativ einfachen Zutaten zubereiten.

Besonders praktisch finde ich Lebensmittel, die du lange lagern und für komplett unterschiedliche Gerichte verwenden kannst. Dazu gehören für mich zum Beispiel Kichererbsen, Linsen, Dosentomaten, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Mehl und Gewürze.

Bei frischen Zutaten lohnt es sich, saisonal einzukaufen und die Zutaten möglichst vollständig zu verbrauchen. Und auch TK Gemüse kann eine richtig gute Alternative sein, wenn frisches Gemüse gerade teuer ist oder du häufig Lebensmittel wegwerfen musst.

Bei Nüssen kannst du nach Bruch schauen und bei Hülsenfrüchten vergleichen, ob sich getrocknete Ware für dich lohnt. Wenn es schnell gehen muss, sind Kichererbsen oder Linsen aus der Dose natürlich trotzdem vollkommen okay.

Fazit: Vegan on a Budget kann richtig lecker sein

Vegan und günstig schließt sich definitiv nicht aus. Genau deshalb mag ich diese Sammlung auch heute noch so gerne.

Von der schnellen Tomatensuppe über knusprigen Orange Tofu und cremiges Kichererbsencurry bis zum klassischen Rührkuchen ist alles dabei. Und keines dieser Rezepte braucht eine endlose Zutatenliste mit irgendwelchen Spezialprodukten.

Wenn du gerade versuchst, beim Einkauf etwas mehr aufs Geld zu achten, such dir am besten ein paar Gerichte für die Woche aus, schau zuerst, was du noch zu Hause hast, und plane deinen Einkauf danach. Das spart meistens mehr Geld, als einfach nur nach möglichst billigen Einzelprodukten zu suchen.

Und am Ende soll Essen natürlich trotzdem Spaß machen. Das ist für mich der wichtigste Punkt.

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