Kürbis Laugenknödel sind die perfekte herbstliche Variante klassischer Semmelknödel. Für dieses Rezept werden Laugenbrötchen vom Vortag mit Hokkaido-Kürbis, Petersilie und Zwiebeln zu saftigen Knödeln verarbeitet. Dazu gibt es würzige Miso-Champignons, vegane Salbeibutter und geröstete Kürbiskerne.
Das Rezept eignet sich außerdem wunderbar zur Resteverwertung, wenn noch alte Laugenbrötchen oder Laugenstangen übrig sind.
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Kürbis Laugenknödel selber machen
Für Laugenknödel brauchst du keine fertige Knödelmasse. Ähnlich wie bei klassischen Semmelknödeln bilden altbackene Laugenbrötchen die Grundlage. Der gegarte Hokkaido sorgt zusätzlich für eine saftige Konsistenz und bringt eine leichte Süße mit.
Wichtig ist, die Flüssigkeit zunächst vorsichtig zu dosieren. Je nachdem, wie trocken die Laugenbrötchen sind und wie viel Feuchtigkeit der Kürbis enthält, kann die benötigte Menge etwas variieren.
Warum Hokkaido perfekt für Laugenknödel ist
Hokkaido eignet sich besonders gut, weil er nach dem Garen eine relativ feste, cremige Konsistenz bekommt. Außerdem kann die Schale mitgegessen werden.
Für die Knödel wird der Kürbis zunächst im Airfryer oder Backofen weich gegart und anschließend nur grob zerdrückt. Kleine Kürbisstückchen dürfen ruhig erhalten bleiben. Dadurch bekommen die Kürbis-Laugenknödel eine schöne Struktur und eine kräftige orange Farbe.
Zutaten für 6 mittelgroße Knödel
Für die Kürbis Laugenknödel
3 Laugenbrötchen vom Vortag
ca. 180 g Hokkaido-Kürbis
1 kleine Zwiebel
ca. 15 g glatte Petersilie
80–100 ml ungesüßter Sojadrink
Gemüsebrühe, ruhig kräftig bis sehr salzig abgeschmeckt
Pfeffer
optional Semmelbrösel
Für die Miso-Pilze
250 g braune Champignons
1 Knoblauchzehe
1 TL helle Misopaste
1–2 TL Sojasauce
2 EL Wasser
etwas Öl zum Braten
Für die Salbeibutter
ca. 40 g vegane Butter
8–10 frische Salbeiblätter
2 EL Kürbiskerne
Zubereitung Kürbis Laugenknödel
Den Hokkaido waschen, entkernen und etwa 180 g davon in kleine Würfel schneiden. Die Kürbiswürfel bei 180 °C für etwa 12–15 Minuten im Airfryer garen, bis sie weich sind. Alternativ kannst du den Kürbis im Backofen rösten. Anschließend mit einer Gabel grob zerdrücken. Es dürfen ruhig noch kleine Kürbisstückchen vorhanden sein.
Die Laugenbrötchen in kleine Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben. Zwiebel fein würfeln und Petersilie hacken. Die Zwiebel in einer Pfanne glasig anschwitzen und zusammen mit der Petersilie zu den Laugenwürfeln geben.
Den ungesüßten Sojadrink erwärmen und mit Gemüsebrühe abschmecken. Die Flüssigkeit darf dabei ruhig sehr salzig schmecken, da die Würze anschließend von Laugengebäck und Kürbis aufgenommen wird.
Zunächst etwa 80 ml der warmen Flüssigkeit über die Laugenwürfel geben. Den zerdrückten Kürbis hinzufügen und alles mit Pfeffer und Muskat würzen. Gründlich mit den Händen vermengen und etwa 15 Minuten ziehen lassen.
Anschließend die Konsistenz prüfen. Lässt sich die Masse gut zu einem festen Knödel formen, benötigt sie nichts weiter. Ist sie noch etwas trocken, den restlichen Sojadrink nach und nach dazugeben. Ist die Masse zu weich, können optional einige Semmelbrösel untergeknetet werden.
Mit feuchten Händen gleichmäßig große Knödel formen.
In einem großen Topf ausreichend Wasser zum Kochen bringen und anschließend die Temperatur reduzieren. Das Wasser sollte nur noch leicht sieden und nicht kräftig sprudeln. Zunächst einen Probeknödel hineingeben. Bleibt dieser stabil, die restlichen Kürbis-Laugenknödel dazugeben und etwa 15 Minuten gar ziehen lassen.
Miso-Pilze zubereiten
Während die Knödelmasse zieht, die Champignons putzen und in Scheiben oder Stücke schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne stark erhitzen und die Pilze kräftig anbraten, bis sie deutlich Farbe bekommen.
Den Knoblauch fein hacken und kurz mitbraten. Helle Misopaste, Sojasauce und Wasser miteinander verrühren, zu den Champignons geben und alles kurz einkochen lassen, bis die Pilze schön glänzend überzogen sind.
Vegane Salbeibutter
Die vegane Butter bei mittlerer Hitze in einer kleinen Pfanne schmelzen. Die Salbeiblätter hineingeben und darin braten, bis sie knusprig werden.
Die Kürbiskerne separat ohne Öl anrösten oder kurz mit in die Pfanne geben.
Die fertigen Kürbis-Laugenknödel zusammen mit den Miso-Pilzen anrichten. Die heiße Salbeibutter darübergeben und mit knusprigem Salbei und gerösteten Kürbiskernen toppen.
Tipps für perfekte Kürbis Laugenknödel
Die genaue Flüssigkeitsmenge hängt stark vom verwendeten Laugengebäck und vom Kürbis ab. Deshalb solltest du nicht sofort die gesamten 100 ml Sojadrink verwenden.
Auch der Probeknödel lohnt sich. Sollte er im Wasser auseinanderfallen, kannst du die restliche Masse noch mit etwas Semmelbröseln stabilisieren.
Das Kochwasser darf nicht stark sprudeln. Die Knödel sollen im heißen Wasser lediglich sieden beziehungsweise gar ziehen.

Kann ich die Laugenknödel vorbereiten?
Ja, die Kürbis-Laugenknödel lassen sich sehr gut vorbereiten. Du kannst die Knödelmasse bereits einige Stunden vorher zubereiten und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Formen solltest du die Konsistenz noch einmal überprüfen.
Alternativ kannst du die Laugenknödel bereits komplett formen und bis zum Garen abgedeckt im Kühlschrank lagern.
Auch bereits gegarte Kürbis-Laugenknödel lassen sich gut aufbewahren. Am nächsten Tag kannst du sie zum Beispiel in Scheiben schneiden und in etwas veganer Butter knusprig anbraten. So eignen sie sich auch perfekt zur Resteverwertung.
Kann ich statt Laugenbrötchen normale Brötchen verwenden?
Ja. Mit normalen altbackenen Brötchen kannst du das Rezept genauso zubereiten und erhältst klassische Kürbis-Semmelknödel. Da Laugengebäck bereits deutlich würziger und salziger ist, solltest du bei normalen Brötchen die Gemüsebrühe und die restliche Würzung entsprechend kräftiger abschmecken.
Fazit
Diese Kürbis Laugenknödel mit Miso-Pilzen und Salbeibutter verbinden herzhaftes Laugengebäck mit Hokkaido, würzigen Pilzen und knusprigem Salbei. Sie passen perfekt in die Herbstküche und sind gleichzeitig eine einfache Möglichkeit, Laugenbrötchen vom Vortag zu verwerten.
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