Veganes Schwarzbiergulasch ist ein herzhaft-intensives Gericht, das mit seinen tiefen Aromen und der harmonischen Verbindung aus Bier, Tomatenmark und Zwiebeln an klassische Hausmannskost erinnert – nur vollständig pflanzlich interpretiert. Die Kreation von Sarah Sturm zeigt eindrucksvoll, wie kraftvoll und ausgewogen ein veganes Gulasch schmecken kann, wenn verschiedene Geschmacksnoten sorgfältig miteinander verschmelzen.
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Das Schwarzbier bringt eine malzige Tiefe ins Gulasch, Tomatenmark und Gewürze sorgen für Fülle. Mein absolutes Highlight ist aber die dunkle Schokolade: Sie rundet das Gulasch samtig ab und gibt ihm diese leicht herbe Note, die einfach lange nachklingt. Klingt erst mal ungewöhnlich, schmeckt aber unglaublich gut.
Das Rezept ist super unkompliziert, auch wenn das Gulasch etwas Zeit zum Schmoren braucht. Die Zutaten bekommst du in jedem Supermarkt, und das Beste: Über Nacht wird es sogar noch besser. Damit ist veganes Schwarzbiergulasch die perfekte kräftige Hauptspeise für gemütliche Abende, Gäste oder das vegane Weihnachtsessen. Dazu passen Kartoffelklöße, Semmelknödel, Kartoffelpüree oder Bandnudeln.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Richtig viel Geschmack: malzig, würzig, leicht karamellig. Die feine Bitterkeit vom Bier wird durch Agavendicksaft und Schokolade perfekt ausbalanciert.
- Fleischige Konsistenz: Die Sojaschnetzel saugen die ganze Sauce auf und werden herrlich saftig, genau wie bei einem klassischen Gulasch.
- Perfekt zum Vorbereiten: Am Vortag kochen, über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag nur noch aufwärmen. Ideal für Gäste und Feiertage.
- Einfache Zutaten: Alles bekommst du problemlos im Supermarkt.
- High Protein: Dank der Sojaschnetzel steckt ordentlich pflanzliches Eiweiß drin.
Portionen & Zubereitungszeit
Portionen: 4
Vorbereitung: 20 Minuten (inkl. Einweichen)
Kochzeit: 1 Stunde 20 Minuten
Gesamtzeit: 1 Stunde 40 Minuten
Tipp: Am besten über Nacht durchziehen lassen
Zutatenliste
100 g grobe Sojaschnetzel
700–800 ml Gemüsebrühe
170 g Zwiebeln
2–3 EL Tomatenmark
1 Flasche Schwarzbier (0,5 l)
etwas Salz
etwas Pfeffer
1 EL Agavendicksaft
1/2 TL Knoblauchpulver
1/4 TL Paprikapulver, scharf
1 TL mittelscharfer Senf
2 EL pflanzliche Crème fraîche
2–4 Stücke dunkle Schokolade (mind. 70 %)
etwas Olivenöl zum Anbraten
Zubereitung – Schritt für Schritt Veganes Schwarzbiergulasch
1. Sojaschnetzel einweichen: Übergieß die Sojaschnetzel mit ca. 200 ml heißer Gemüsebrühe und lass sie 10 Minuten einweichen. In der Zeit schälst du die Zwiebeln und schneidest sie in grobe Würfel.
2. Kräftig anbraten: Drück die Sojaschnetzel gründlich aus, sodass sie nur noch leicht feucht sind. Erhitze etwas Olivenöl in einem großen Topf und brate Schnetzel und Zwiebeln darin kräftig an. Sobald sich Röststellen bilden, gibst du das Tomatenmark dazu und röstest es kurz mit, bis es intensiv duftet. Diese Röstaromen sind die Basis für den Geschmack, also ruhig Geduld haben.
3. Mit Schwarzbier ablöschen: Gieß das Schwarzbier nach und nach an. Lass jeden Schuss einkochen, bevor der nächste dazukommt. So entwickeln sich die malzigen Noten besonders intensiv.
4. Schmoren: Rühr ca. 500 ml Gemüsebrühe ein, bring alles einmal zum Kochen und lass das Gulasch dann bei kleiner Hitze und mit Deckel mindestens 1 Stunde schmoren. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Brühe nachgießen.
5. Abschmecken: Würz das Gulasch mit Salz, Pfeffer, Agavendicksaft, Knoblauchpulver, Paprikapulver und Senf. Rühr die pflanzliche Crème fraîche unter und gib zum Schluss die dunkle Schokolade dazu. Sie schmilzt in der heißen Sauce und gibt dem Gulasch seine besondere Tiefe.
Meine Empfehlung – über Nacht ziehen lassen: Statt 1 Stunde zu schmoren, kannst du das Gulasch nach Schritt 4 nur 10 Minuten köcheln lassen, den Herd ausschalten und es abgedeckt über Nacht durchziehen lassen. Am nächsten Tag ca. 1 Stunde vor dem Servieren sanft erhitzen und erst dann wie in Schritt 5 abschmecken. So wird es am aromatischsten!
Nährwerte pro Portion (ca.): 275 kcal · 15 g Eiweiß · 24 g Kohlenhydrate · 9 g Fett · 5 g Ballaststoffe
Die Nährwerte sind Näherungswerte und können je nach verwendeten Produkten leicht abweichen.
Zusätzliche Tipps
- Das richtige Bier: Achte darauf, dass dein Schwarzbier vegan ist. Die meisten deutschen Biere nach Reinheitsgebot sind es.
- Ohne Alkohol: Beim Schmoren verkocht nicht der gesamte Alkohol. Für Kinder oder wenn du keinen Alkohol möchtest, nimm einfach alkoholfreies Schwarzbier oder Malzbier, dann aber den Agavendicksaft weglassen.
- Sauce zu dünn? Lass das Gulasch ohne Deckel noch etwas einkochen.
Variationen & Ideen
- Klassisch würzig: Mit Lorbeerblättern, ein paar Wacholderbeeren oder etwas Kümmel schmoren.
- Mediterran: Rosmarin und Thymian mitschmoren.
- Rauchig: Ein Hauch Liquid Smoke oder geräuchertes Paprikapulver.
- Extra cremig: Zusätzlich einen Schuss pflanzliche Sahne einrühren.
- Festlich: Getrocknete Steinpilze einweichen und mitschmoren, das Einweichwasser gleich mit in die Sauce geben.
Häufige Fragen veganes Schwarzbiergulasch
Kann ich das Gulasch vorbereiten?
Unbedingt! Es schmeckt am nächsten Tag sogar besser. Im Kühlschrank hält es sich gut verschlossen 2–3 Tage.
Kann ich veganes Gulasch einfrieren?
Ja, am besten portionsweise in gut verschließbaren Behältern. Langsam auftauen lassen und sanft erwärmen.
Was kann ich statt Sojaschnetzeln nehmen?
Seitan, Austernpilze oder Kidneybohnen funktionieren auch. Die Schmorzeit passt du dann etwas an.
Was passt zu veganem Gulasch?
Klöße, Semmelknödel, Kartoffelpüree, Spätzle oder Bandnudeln, dazu ein Apfelrotkohl. Perfekt für Weihnachten!
Fazit
Veganes Schwarzbiergulasch ist für mich pures Wohlfühlessen: kräftig, wärmend und mit diesem besonderen Kick durch die Schokolade. Es passt in den Alltag genauso gut wie auf die Festtafel, und weil du es super vorbereiten kannst, hast du an Feiertagen mehr Zeit für deine Liebsten. Probier’s aus, ich bin sicher, es wird auch bei dir ein Klassiker!
Rezeptidee: Sarah Sturm
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Eine der besten, veganen Alternativen für alle, dies deftig brauchen! 🤞🏻
Vielen Dank
Seit Jahren ein Favorit von uns im Haushalt.🙌
vielen Dank. Es freut mich sehr.